Der Tenor Peter Pfüller, von Beruf eigentlich Beamter, seit acht Jahren im Un-Ruhestand, ist Regierungsdirektor im Kultusministerium in Kiel gewesen, hat seine Freude am Singen schon als junger Mann entdeckt, jedoch erst 1996 seine Faszination für die Titel der 20er-, 30er- und 40er- Jahre entwickelt. Der Titel "Ich brech' die Herzen der stolzesten Frauen" könnte als Leitfaden in einer langen Reihe dieser schwungvollen, heiteren, manchmal auch komischen und immer lebensbejahenden Lieder dienen, in denen es - wie könnte es anders sein - stets um das ewige Thema Frauen und Männer geht; in vielen Formen, in schillernden Farben, in allen Gemütslagen. So entsteht eine Art "Kleinkunst", die sich über all die Jahre hinweg neben vielen Modeerscheinungen gut behaupten konnte, zahlreiche Liebhaber gewann und ihnen stets vergnügliche Stunden bereitet. Peter Pfüller sang sein Repertoire - mit Imre Sallay erarbeitet - in Kiel und Umgebung, in Schleswig-Holstein, in Hamburg, Osnabrück, Bremen - und als Tradition in der Windmühle zu Gettorf - insgesamt über 60 Mal. Er war außerdem 1984 - 2004 erster Vorsitzender der Gettorfer Liedertafel. Vor kurzem wurde er zum Ehrenvorsitzenden ernannt worden.
Imre Sallay:Ein Nachkriegs- und Sonntagskind - geboren an einem Sonntag des Spätherbstes noch vor der Währungsreform. Früh vom Klavier verzaubert, dann doch Richtung Orchester und Theater orientiert - die Laufbahn nahm aus Budapest über Wien nach Köln ihren Weg. Die Musik-Theater prägten sein Interesse, die großen und die kleinen Werke. Kleinkunst: Das war Hobby, Genuss, Abenteuer im strengen Kapellmeister-Leben. Ironie und Wohlklang, Harmloses und Banales mischen sich darin mit dem süßen Gift des Kitsches. Kleinkunst kommt ohne Bildung aus - aber nicht ohne ein fühlendes Herz, wachen Humor, unbeschränkten Freiheitsdrang. Jedes Lied hat ein Eigenleben: Dieses wird aber erst durch die darstellenden Personen zu einem unverwechselbaren Individuum. Dabei werden gern Grenzen überschritten: Charme wechselt zur Angeberei, Hingabe zum Selbstmitleid, Idylle zum Skurrilen. Man achte stets auf die Zwischentöne!
Gerhard Breier:Kein "falscher Fünfziger": Nachdem die 30er- und 40er-Jahre als Geburtsdekade bereits würdevoll durch die in jahrelanger Zusammenarbeit verbundenen "Leidenschaftsgenossen" Peter Pfüller und Imre Sallay vertreten waren, gesellt sich mit Gerhard Breier ein Vertreter der geburtenstarken End-50er zu den Freunden des nostalgischen Schlagers, um "Die Herzensbrecher" klanglich und emotional zu komplettieren und ihren immergrünen, sich in voller Blüte entfaltenden Charme authentisch bis weit in das dritte Jahrtausend am Leben zu erhalten. Bereits vor dem Studium der Musikwissenschaft und Musikpädagogik (Hamburg, Kiel) vielfältige Aktivitäten in Projekten unterschiedlicher Stilistik, von Jazz über Musical, Rock und Folklore bis zu Neuer Musik und Eigenkompositionen. Diverse CD-Veröffentlichungen, Radio- und Fernseh- präsentationen, Konzerte im In- und Ausland, Kulturförderpreisträger des Landes Schleswig- Holstein, Auftragskompositionen u. a. im Auftrag des Kultusministeriums und der Stadt Eckernförde.